Gentlegott Kainskind, natural born GOTT.
Er ist gerade nicht da.
Zuletzt war er am Sonntag 19. November 2017 da.

Er gehoert dem Pantheon an.

Auf oeffentlichem Markt, wie eine Dirne,
Hoehnt laut sein Weib: »Da mir sein Beten gilt,
So will ich auch vom Sockel bis zur Stirne
Vergoldet sein gleich einem Goetzenbild.

Berauschen will ich mich an Weihrauch und Essenzen,
An Wein und Huldigung mich trinken satt,
Und da er goettergleich mich will bekraenzen,
Werd ich beherrschen ihn an Gottes Statt!

Und will die Posse mir nicht mehr gefallen,
Pack' ich ihn mit der schwachen, starken Hand,
Mit meinen Naegeln wie Harpyenkrallen
Zerfleisch ich ihn, bis ich sein Herze fand.

Gleich einem jungen Vogel fuehl' ichs zittern,
Zuckend und rot wird's meiner Haende Raub,
Und um mein Lieblingstier damit zu fuettern,
Werf ich es voll Verachtung in den Staub!«

        Les Fleurs du Mal (Charles Baudelaire)


In diesem Buch, welches meine Erinnerung ist,
auf der ersten Seite des Kapitels in dem der Tag beschrieben wird
an dem ich dich zum ersten Mal traf,
kann man die Worte lesen: »Hier beginnt ein neues Leben«.

        La Vita Nuova (Dante Alighieri)


And my soul from out that shadow that lies floating on the floor Shall be
lifted - nevermore!

       Edgar Allan Poe (The Raven)


"Kainskind ist der "Oh Gott" der Morgenuebelkeit und des Katers. Jedes "Oh
Gott, ist mir uebel!" und jedes "Oh Gott, mein Kopf!" ist ein Gebet!

        (Theokrates)